Blick auf das Spätwerk Mendelssohns im Konzert am 21. November
Ein besonderer und vielfältiger |:Mendelssohn:|-Konzertabend liegt hinter uns: dramatische Musik zu Weihnachten und zur Passion im Oratorium Christus, innige und moderne Klänge bei der Uraufführung von in vobis ... spes IV von Steven J. Heelein und ein festlich-leuchtendes Lauda Sion von Mendelssohn.
Mehr als 500 Besucher:innen lauschten der Stuttgarter Kantorei, der Stiftsphilharmonie Stuttgart und den Solist:innen Fanie Antonelou, Hanna Schäfer, Philipp Nicklaus, Eric Ander und Hans Porten beim Konzert, das von Kay Johannsen dirigiert wurde. Die beiden aufgeführten Mendelssohn-Werke, Christus und Lauda Sion, gehören zu den letzten geistlichen Werken des Komponisten, die er vor seinem frühen Tod im Jahr 1847 fertigstellte beziehungsweise im Falle des Oratoriums nicht mehr fertigstellen konnte. Hier hat Mendelssohn also seine unverwechselbare Klangsprache voll zur Geltung gebracht, was in den strahlenden Chorsätzen und den dramatischen Rezitativen sehr gut spürbar wurde. Die Uraufführung von in vobis ... spes IV von Steven J. Heelein bildete mit moderner Tonalität und einem innigen Gestus einen starken Kontrast dazu, der dennoch sehr gut in die Dramaturgie des Abends passte. Das Werk ist als bewusster Kommentar zum Fragment des Christus zu sehen und blickt in die Auferstehung, die im Oratorium wohl von Mendelssohn geplant, abnicht mehr vertont werden konnte.
Teil des Konzerts war die Preisverleihung unseres Kompositionswettbewerbs Werkstatt Mendelssohn, dessen 1. Preis Steven J. Heelein und dessen Anerkennungspreis Norbert Rudolf Hoffmann zuerkannt wurde. Jurymitglied Jürgen Essl verlieh die Preise. Mehr Informationen zum Wettbewerb und zu den prämierten Werken finden Sie auf der Homepage des Mendelsohn-Konzertzyklus'.





