Stiftsmusik Stuttgart
MONAT_ZURUECK April 2017:  MONAT_VOR

Orgel der Schlosskirche

© Rothe

Die Orgel der Evangelischen Schlosskirche Stuttgart

 

Erbaut 1980 von Diethelm Berner nach einer Disposition von Prof. Herbert Liedecke; die Register der Vorgängerorgel wurden teilweise wieder verwendet. 24 Register (darunter vier Transmissionen) auf 2 Manualen und Pedal.

 

Die Schlosskirche, 1562 als eine der ältesten evangelischen Predigtstätten in Württemberg in der charakteristischen Form des quergestellten Rechtecks erbaut, erhielt sogleich »ein treffliches kleines Werklein einer Orgel«. 1594 baute der blinde Orgelmacher Conrad Schott eine reich mit Gold und Farben verzierte Orgel mit 16 Registern. Der nächste Orgelbau in der Schlosskirche erfolgte 1740 durch Georg Friedrich Schmahl; 14 Register waren auf zwei klanglich deutlich differenzierten Manualen und Pedal verteilt (I: kräftig und frisch, II: zart, echoartig, Pedal: nur Grundstimmen). Während der Herrschaft der katholischen Herzöge Württembergs diente die Schlosskirche u. a. als Hofbibliothek und Hofapotheke. 1865 im Stil der englischen Spätgotik erneuert, erhielt sie nicht nur die dreiseitige Empore (wie heute), sondern auch eine neue Orgel aus der Werkstatt Eberhard Friedrich Walckers (Ludwigsburg).

 

Zu den ursprünglich 12 Registern auf zwei Manualen und Pedal kamen 1872 vier, 1906 zwei weitere hinzu. Die mechanische Traktur wurde nun pneumatisiert. 1946 erfuhr die Orgel der Schlosskirche (letztere hatte den Krieg weitgehend unversehrt überstanden) eine Aufhellung des Klangs. Beim Neubau nach der Renovierung der Schlosskirche wurde die Orgel von der Nord- auf die Südempore versetzt (weshalb sie heute nicht mehr bei den »Musiker/innen«-Köpfen in der Emporenbrüstung anzutreffen ist).

 

Hier können Sie die Disposition der Orgel der Schlosskirche ansehen, herunterladen oder ausdrucken...


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